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Harte Grooves, knackige Riffs!
Die Gruppe Soul Department erweckt den Orgeljazz der Sechzigerjahre zu neuem Leben, und das ganz ohne Alterspatina. Der Gitarrist Marco Figini und der Hammondorganist Philippe Kuhn, beide in Baden ansässig, gehören zu der Sorte Musiker, deren Szenepräsenz grösser ist als der Bekanntheitsgrad. Das hat zweifellos damit zu tun, dass sie vor allem in zudienenden Funktionen tätig sind, als Sideman, Produzent oder Studiomusiker. Dass die beiden auch als Leader ihren Mann stellen, beweisen sie mit dem Trio Soul Department, das vom österreichischen Schlagzeuger Alfred Vogel komplettiert wird.
Das Dreigespann knüpft mit seiner Instrumentierung an den Orgeljazz der Sechzigerjahre an, ist aber weit von einer einfallslosen Vergangenheitsbeschwörung entfernt. Die Musik von Soul Department, deren Originalrepertoire von Figini und Kuhn verantwortet wird, ist durch einen Funkfilter hindurchgeflossen und hat entsprechend harte, trockene Beats angenommen. Das Trio zögert nicht, auf diesen Beats zu verharren, die den Sound auf charakteristische Art punktieren. Melodisch arbeiten die Musiker genregemäss hauptsächlich mit Riffs, wobei die einzelnen Stücke viel Raum zur Improvisation bieten. In diesen Improvisationen lassen sich Einflüsse aus dem Funk, dem Jazz, dem Rock und – in den etwas langsameren Tempi – sogar aus dem Soul ausmachen, eine insgesamt ziemlich heisse Mischung also, die alles andere als museal abgestanden tönt.
Unlängst ist mit «Stripped» (Mondstein Records) die zweite CD der 2006 gegründeten Band erschienen. Auf dem Album sind mehrere Gäste zu hören, darunter der ungemein vielseitige Posaunist René Mosele.
Marco Figini - Gitarre Philippe Kuhn - Hammond-Orgel Alfred Vogel - Schlagzeug René Mosele - Posaune Veranstalter: Jazz in Dübendorf |
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